Mein Aufenthalt in Dunedin, Neuseeland
Mareike Höhne berichtet
Ich bin Ende Januar 2008 über Singapur nach Dunedin geflogen, um dort ein halbes Jahr bis Anfang Juli 2008 zu verbringen.
Meine Gastfamilie war toll. Schon bei meiner Ankunft wurde ich liebevoll begrüßt, und ich habe mich in meiner Familie so unglaublich wohl gefühlt, dass sie für mich wie eine zweite Familie geworden ist. Meine Gasteltern haben sich um mich gekümmert als wäre ich ihre eigene Tochter und meine beiden Gastgeschwister, beide jünger als ich, haben mich nach anfänglicher Zurückhaltung als ihre „neue große Schwester“ gesehen, und wir hatten eine Menge Spaß zusammen.
Offen, freundlich und hilfsbereit waren auch die anderen Neuseeländer, die ich vor Ort kennen gelernt habe. Sowohl bei meiner Rundreise über die Südinsel als auch in meiner Schule, der St Hilda’s Collegiate School, wurde ich von allen herzlich begrüßt und aufgenommen.
Die neuseeländische Schule unterscheidet sich in mehreren Punkten von der deutschen Schule. Zum einen gibt es einen anderen Tagesablauf in der Schule. Man hat jeden Tag von 8.40 Uhr bis 15.30 Uhr Schule, wobei man zwischendurch zweimal eine kleinere und einmal eine größere Pause hat. Dann kann man insgesamt nur 6 Fächer belegen, wobei zum Beispiel im Gegensatz zu Deutschland Mathe in der 12. kein Pflichtfach mehr ist. Außerdem unterscheidet sich der Unterricht vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern und Sport sehr von dem in Deutschland. In den Naturwissenschaften wird viel praktisch gearbeitet, z.B. werden in Biologie Fische seziert oder es wird die Lunge und das Herz von Kühen intensiv betrachtet. Im Sportunterricht hingegen wird viel draußen für Exkursionen durch die neuseeländische Landschaft (wie z.B.: eine Kajak- und Wandertour im Abel Tasman Nationalpark im Nord-Osten der Südinsel) trainiert. Allerdings wird in Sport auch viel Theorie durchgenommen.
Für mich war das schon fast freundschaftliche Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern eine völlig neue und tolle Erfahrung, da man dies aus Deutschland nicht wirklich kennt.
Insgesamt fand ich die Schule allerdings weniger anspruchsvoll als in Deutschland, von daher sollte man, meiner Meinung nach, in Neuseeland auf jeden Fall eine Stufe höher einsteigen, als man zu der Zeit in Deutschland ist. Ich bin beispielsweise in Neuseeland in die 12. Klasse gegangen, obwohl ich in Deutschland erst noch in der 11. Klasse war.
Ganz besondere Erlebnisse für mich waren vor allem der Schulball im Rathaus von Dunedin und die Rundreisen über die Südinsel, die ich entweder mit meiner Gastfamilie oder einer befreundeten deutschen Familie unternommen habe. Aber auch die einwöchige Sportexkursion nach Abel Tasman, bei der wir 3 Tage gekayakt, 3 Tage gewandert, in Zelten geschlafen und aus dem Rucksack gelebt haben, hat mir sehr gut gefallen. Am Eindrucksvollsten an meinen Reisen fand ich vor allem die Vielfalt der neuseeländischen Landschaft, die von traumhaften Stränden und Seen über schneebedeckte Berge bis hin zum neuseeländischen „Busch“ reicht.
Ich kann einen derartigen Austausch nur weiterempfehlen, allein schon wegen der vielen neuen Erfahrungen und Freundschaften, die sich während des Aufenthaltes ergeben. Für mich wird dieses halbe Jahr immer eine unvergessliche Zeit bleiben und das Land, inklusive der Stadt Dunedin, ist eines meiner Reiseziele für die Zukunft.
Mareike Höhne
bei Nachfragen bitte Mail an: postmaster@neuseelandzeit.de
Eine gute Zeit in Neuseeland
John Allkemper berichtet
Wenn Leute mich fragen wie es denn in Neuseeland so war, ist es schwierig eine kurze Antwort zu geben. Immerhin wird von einem verlangt, ein komplettes Jahr in ein paar Sätze zu quetschen. Dennoch will ich versuchen einen kurzen Überblick zu geben.
Wenn man als Schüler für ein Jahr nach Neuseeland fährt, hat man im Flugzeug wahrscheinlich ein bisschen Angst, ob denn alles so klappt, wie man es sich vorstellt. Ob man in guten Kontakt zu den "Kiwis" (so bezeichnen die Neuseeländer sich selber) kommen wird und ob man in der Schule auch mitkommen kann. Ob man wirklich ein Jahr lang getrennt von den Freunden und der Familie ohne großes Heimweh aushält und ob das mit der Sprache nicht doch zu schwer wird. Diese Ängste sind jedenfalls, so war es zumindest in meinem Fall, unberechtigt.
Die Kiwis sind so aufgeschlossene Menschen, wie man sie sich nur vorstellen kann. Ich hatte das ganze Jahr über das Gefühl willkommen zu sein.
Auch die Frage, ob die Schule nicht zu schwer wird, kann beruhigend mit "Nein" beantwortet werden. Man wird zwar ein Jahr höhergestuft, soll heißen; Deutsche, die in der 11. Klasse nach NZ fahren besuchen dort die 12. Klasse, doch das Niveau des Unterrichts ähnelt dem der deutschen 11.
In manchen Fächern, wie zum Beispiel Mathe sind die Deutschen Schüler sogar die Kursbesten. Vor Allem die Naturwissenschaften sind im neuseeländischen Schulsystem deutlich interessanter als bei uns in Deutschland, da der Unterricht viel praxisorientierter ist als bei uns.
Als ich zurück nach Deutschland kam habe ich jedenfalls keinerlei Probleme gehabt in der 12. Klasse dem Unterricht zu folgen.
Die Sprache ist während der Zeit in Neuseeland eigentlich das kleinste Problem für mich gewesen. Durch die Tatsache, dass man Englisch sprechen muss um mit Anderen zu kommunizieren, spricht man automatisch mit der Zeit immer besser und macht sich immer weniger Gedanken über Grammatik etc.
Ein paar Worte sollte man vielleicht noch über die Stadt Dunedin und das Land Neuseeland verlieren. Die Stadt ist eine Studentenstadt und gibt einem deshalb das Gefühl, dass man in einer sehr jungen und lebendigen Stadt lebt. Neben historischen Gebäuden wie dem Bahnhof, gibt es eine gute Shoppingstraße, die das Herz der Innenstadt bildet. Um vom Fleck zu kommen ist der Bus eigentlich das geeignetste Mittel, denn die Buspreise sind im Vergleich zu Deutschland phänomenal günstig und wenn man ernsthaft auf die Idee kommt mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren, sollte man nochmal genau überlegen, ob man wirklich in die Stadt mit der steilsten Straße der Welt fahren möchte. Die Häuser sind in Neuseeland komplett anders als in Deutschland.
Die Wände sind schelcht isoliert und die Fenster lassen die Kälte, die im Winter ziemlich stark ist, herein. Für alle, die im deutschen Sommer nach Neuseeland fahren gilt also: Warme Sachen mitnehmen. Ich habe nachts in Jogginghose und Pullover geschlafen. Der Sommer ist in Dunedin so ähnlich wie in Deutschland.
Im Sommer kann man also ganze Tage am Strand verbringen.
Wenn man die Möglichkeit bekommt während der Ferien durch Neuseeland zu reisen, sollte man das auf jeden Fall tun. Ich bin zuerst gemeinsam mit 2 Freunden für 3 Wochen über die Nordinsel gereist und bin dann später mit meiner Familie über Weihnachten und Silvester 2 Wochen auf der Südinsel herumgereist.
Die Landschaften die man in Neuseeland zu Gesicht bekommt sind wirklich atemberaubend.
Ich hoffe, dass dieser kleine Bericht einen Einblick geben kann, wie ein Schuljahr in Neuseeland sein kann.
John Allkemper
Ihr habt noch Fragen? Bitte Mail an: postmaster@neuseelandzeit.de
Luca war ein halbes Jahr Schüler an der King's Highschool in Dunedin
Einer der vielen Seen in der Nähe von Dunedin
Ich war in der Zeit vom Juli 2008 bis Januar 2009 in Neuseeland und hatte die bis jetzt schönste Zeit meines Lebens.
Meine Gastfamilie war wirklich nett, und es gab eigentlich keine Probleme in unserem Zusammenleben, ganz im Gegenteil, wenn ich mal etwas länger in der Schule war zum Rugby spielen, dann hatten sie mir das Essen eigentlich immer warm gestellt. Des weitern haben sie mich immer eingeladen an Ihren Aktivitäten teilzuhaben und haben sich immer für mich und meine Unternehmungen interessiert.
In der Schule verlief auch alles sehr gut. Die Lehrer haben dort ein sehr positives Verhältnis zu den Schülern und der Unterricht ist stets amüsant. Da ich die Fächer Mathe, Englisch, Chemie , Physik, PE und Outdoor Education gewählt habe, war der Unterricht zwar generell leichter als in Deutschland, aber man wurde trotzdem gut vorbereitet auf den Unterricht, der in Deutschland stattfand.
Das Fach Outdoor Education kann ich aber nur jeden empfehlen, der nach Neuseeland geht, da man ihr einfach viele schöne Dinge erlebt, die man sonst nie ausprobieren kann=)
Wir haben viele Trips gemacht zu den unterschiedlichsten Orten der Südinsel um zu surfen, mountainbiken oder einfach zu trampen.
Die Kiwis selber haben uns in der Schule super aufgenommen und ich habe mich gut mit Ihnen verstanden=)
Außerdem habe ich in der ersten Fußballmannschaft von Kings mitgespielt und so die Jungs noch besser kennengelernt.
In den Ferien waren wir oft mit Freunden unterwegs auf der ganzen Südinsel. Dabei brauchten wir nur eine Erlaubnis unserer Eltern und konnten uns dann ganz einfach in einem Touristcentre unsere Urlaube planen. Dabei muss ich sagen, dass man wirklich viel Eigenständigkeit dazugewonnen hat.
Das einzige, was ich nicht so gelungen fand in Neuseeland, war die hohe Anzahl ein Deutschen Schülern, da schon oft Deutsch gesprochen wurde.
...noch Fragen: schickt mir eine Email an: luca@superbiomarkt.de
Luca Radau
